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Die Digitalfotografie bringt viele Vorteile mit sich: Im Vergleich zur analogen Fotografie entfallen die hohen Kosten für Film, Entwicklung und Abzüge. Stattdessen fallen heute vor allem vergleichsweise geringe Kosten für Speicherplatz und Datensicherung an.
Genau dieser Fortschritt hat jedoch auch eine Kehrseite: Durch die niedrigen laufenden Kosten und die ständige Verfügbarkeit moderner Kameras entstehen immer größere Bildmengen – und zwar in einer Qualität, die es grundsätzlich wert ist, archiviert und verarbeitet zu werden. Was früher durch Filmrollen und Entwicklungskosten automatisch „limitiert“ wurde, ist heute nahezu unbegrenzt.
Während der klassische Entwicklungsprozess früher ein eigener, klar definierter Arbeitsschritt war, läuft ein großer Teil davon mittlerweile softwaregestützt oder sogar teilautomatisiert ab – etwa durch RAW-Konverter, Presets, KI-gestützte Auswahl oder automatische Korrekturen. Das spart Zeit, verändert aber den Workflow: Die Herausforderung liegt heute weniger in der Entwicklung einzelner Bilder, sondern zunehmend im effizienten Umgang mit der Masse an Daten.
Damit verbunden entstehen neue Anforderungen, zum Beispiel:
Durch Diskussionen mit befreundeten Fotografen, meine eigenen Anforderungen sowie eine historisch gewachsene Ablagestruktur habe ich mir im Laufe der Zeit einen praxisnahen Arbeitsprozess erarbeitet. Dieser Workflow ist darauf ausgelegt, große Bildmengen zuverlässig zu verarbeiten, sauber zu archivieren und langfristig wiederzufinden – ohne dabei unnötig Zeit zu verlieren.
An dieser Stelle beschreibe ich meinen Prozess Schritt für Schritt und stelle außerdem ausgewählte Bestandteile dieser Lösung interessierten Fotografen zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Vorlagen, Strukturideen und Tools, die sich in meinem Alltag bewährt haben, aber auch jährliche Fortschrittsstatistiken um den Aufwand auch beziffern zu können.
Zum 01.01.2022 hatte ich über 240173 Bilder in der Bearbeitung, davon 66% fertig bearbeitet und noch 34% zu bearbeiten.
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